Im Boulderrausch

Der Frühling kommt und wir verlassen La Pedriza. Marvin aus Berlin kommt uns mal wieder besuchen und das heißt die nächsten 2 Wochen stehen ganz im Zeichen des Boulderns und dafür gehts natürlich wieder nach Albarracín. Die Finger- und Kniegelenke werden malträtiert und wir genießen wieder den mit riesigen Kienäppeln dekorierten Wald um Albarracín und verbringen eine tolle Zeit, auch wenn der Besuch aus der Großstadt bei der ganzen Frischluft und Aktivität pünktlich ab 20.00 Uhr ins Koma fällt. Mit der Abreise Marvins machen auch wir uns gaaaaanzz langsam auf Richtung Deutschland, zum Glück gibts aber genügend Stationen auf dem Weg zum verweilen.

So halten wir natürlich noch mal am Mittelmeer zum Baden, aber auch in den Pyrenäen wo uns eine versteckte heiße Quelle empfohlen wurde. Mitten im Wald in den Bergen haben einige ambitionierte Hippies eine Quelle ausgebuddelt und sind auch gleich im Wald geblieben und leben dort. Unendlich fließendes heißes Wasser, ein Segen wenn man im Bus lebt. Die hohen Berge sind auch gleich um die Ecke und so packen wir auch mal wieder den Rucksack und trekken und schlafen in den Bergen gleich neben den Murmeltieren und dem Schnee, bei der Rückkehr können wir uns ja wieder in den heißen Quellen aufwärmen.

Unsere nächste Station befindet sich in der Tarn in Südfrankreich. Ein Freund hat dort mit Gleichgesinnten ein verfallenes Haus gekauft und baut es langsam wieder auf. Mitten in schönster Natur: mit Wald, Hügeln und Wasserquelle. Wir finden das Haus, wo kein Gps oder Google Maps hinführt. Es ist wunderschön und eine wahre Oase. Die nächsten 2 Wochen helfen wir auf dem Grundstück … buddeln und schleppen, Annina verliebt sich in die Ziegen und wir essen jeden Tag frischen Salat aus dem Garten und französischen Käse … es ist wirklich ein hartes Leben dort. Faszinierend und auch sehr motivierend was der Fix und seine Freunde sich dort aufgebaut haben und auch ständig weiter bauen.

Einen der Freunde, den Alex, nehmen wir auch kurzerhand einfach mit zu unserem nächsten Ziel Fontainebleau. Auch hier heißt es wieder bouldern, mit Strandfeeling im schönsten Wald. Man merkt schnell, wir sind in einem der beliebtesten Bouldergebiete der Welt. Deutsche und holländische Nummernschilder dominieren und wir treffen auch nach langer Zeit einige Freunde aus Deutschland wieder. Alex, der zum ersten mal draußen bouldert, zeigt dass Hausbauen auch sehr stark macht und dass er vermutlich der einzige Franzose hier ist. Nach 2 Wochen verlässt uns auch der Alex und der morgendliche Kaffee- und Zigarettenduft, aber vor allem seine unkomplizierte und fröhliche Art fehlen uns jetzt schon.

Wow, beim Schreiben merkt man erst wie viel passiert ist. Also entschuldigt die vielen Zeilen. Ganz kurz: wir bleiben noch etwas und dann gehts nach Deutschland.

 

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